Balou

und sein Lebenslauf


                                                               Katzenhaltung A-Z

 

                                                                                                Buchtipp

 

Der Welt-der-Katzen Ratgeber Endlich eine Katze. Anschaffung und Haltung ist jetzt im Handel erhältlich. Das von Marcus Skupin verfasste, neue Katzenbuch bietet wichtige Informationen zur Auswahl, Ausstattung und Pflege Ihrer Katze und gibt wichtige Tipps zu Eingewöhnung, Gefahren und medizinischer Versorgung.

Marcus Skupin: Endlich eine Katze, Paperback,124 Seiten, ISBN 978-3-8423-3018-4;

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Hi. Birma Jungtier

"Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu Fürchten"; (Daniel Defoe in Robinson Crusoe )

Die folgenden Seiten bieten Ihnen Informationen aus den Rubriken Biologie, Haltung, Medizin, Verhalten, Genetik, Taxonomie sowie sonstige Informationen im Zusammenhang mit Katzen.

Außerdem:
Informationen zur tiergestützten Therapie (hier am Beispiel verschiedener Katzen) von Dipl. Psychologin Regina Lessenthin.

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Themenbereich Haltung

Aufzucht Katzen kommen zwischen dem 63. und 70. Tag (durchschnittlich nach 65 Tagen) nach der Empfängnis, blind und taub zur Welt. Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren, sind sie völlig hilflos und daher ...

Auswahl Über Katzen haben wir Menschen viele - zum Teil sehr unterschiedliche - Vorstellungen. Für die einen sind sie das Symbol der Freiheit; es kommen Gedanken an Unabhängigkeit, Eigensinn oder...

Ernährung ist doch eigentlich gar kein Thema mehr, oder ? Die Zeiten, als unsere Katzen noch mühsam bekocht werden oder was ganz sicher nicht besonders gesund war ...

Themenbereich Biologie

Anatomie Die Anatomie, das heisst der Körperbau von domestizierten Katzen (Haus- und Rassekatzen) entspricht im wesentlichen dem der wilden Klein- und Großkatzen. Allerdings haben sich ...

Fortpflanzung Unter Tragzeit (Gestationsperiode - von lat. gestare = tragen) wird der Zeitraum verstanden, der zwischen Befruchtung der Eizelle und Geburt liegt. Bei den Katzen liegt die Tragzeit ...

Katzenhybriden In "früheren" Zeiten, insbesondere im 19. Jahrhundert, als Grosskatzen die Sensation im Zirkus oder Zoologischen Garten waren, wurde verschiedentlich versucht den Menschen einen zusätzlichen Kick ...

Themenbereich Medizin

BSE-Risiko im Futter ? Den folgenden Artikel habe ich im Jahre 1996 für die Zeitschrift "Die Birmakatze" geschrieben:

Giftpflanzen Übersicht über für Katzen giftige Pflanzen ...

Katzenallergie Informationen zur Katzenallergie; Hintergründe, Auslöser, allergenfreie Katzen?

Themenbereich Verhalten

Chemokommunikation Lebewesen, die in Gruppen oder Familienverbänden zusammenleben, müssen sich miteinander verständigen. Auch für sogenannte "Einzelgänger", zu denen landläufig die meisten Arten der heute lebenden Katze...

Lautgebung Die akustische Verständigung der Katze, die Lautgebung wurde bisher nur ansatzweise untersucht. Fest steht, das es bestimmte Typen von Lauten gibt, die unsere Hauskatzen "von sich geben" und die sich...

Rauschmittel Haben Sie das auch schon einmal erlebt? Ihre Katze riecht an etwas und flippt anschließend regelrecht aus? Sie befindet sich in einem Zustand völliger Hemmungslosigkeit, ist vollkommen anders ...

Themenbereich Genetik

Allele der Katze Allele sind - vereinfacht ausgedrückt - die möglichen "Schalterstellungen" von Genen, die sich jeweils am identischen Genort (Locus) eines Chromosoms befinden. ...

Kurzschwänzigkeit Unterschiedlich ausgeprägte Verkürzung der Schwanzwirbelsäule. Es werden verkürzte, aufgerollte Schänze (tailed), Stummelschwänze (rumpy rise, stumpy), sowie ...

Farbaufhellung Die Farbe des Fells ist aufgehellt bis weiß, die Augenfarbe häufig blau, kann aber auch ...

Anomalien, Ohr Die Ohrmuscheln sind nach vorne oder hinten abgeknickt. Nach vorne gerichtete Kippohren ...

Anomalien, Fell Gestörtes Haarwachstum bis hin zur völligen Haarlosigkeit. Verkürzung bzw. Fehlen der Tasthaare. ...

Chondrodysplasie Disproportionierter Zwergenwuchs mit Verkürzung der langen Röhrenknochen und damit der Gliedmaßen. ...

 

Eine uralte und ganz besondere Liebe

Dass die Katze ein Haustier ist, stimmt: Denn erst seit die Menschen Häuser bauten, lebten auch Katzen bei ihnen. Dass die Katze vom Menschen gegen ihren Willen domestiziert wurde, stimmt nicht: Katzen haben sich aus freien Stücken den Menschen angeschlossen. Wie es dazu kam und wie sie später die Welt eroberten... kommen Sie mit auf die spannende Reise der Katze durch Kulturen, Länder und Zeiten.

In grauer Vorzeit den Katzen auf der Spur. Die ersten Spuren von Begegnungen zwischen Katzen und Menschen gehen zurück ins 6. Jahrtausend vor Christus: ins Neolithikum in der vorkeramischen Zeit. Das weiss man, weil bei Ausgrabungen z. B. in Jericho auch Katzenskelette entdeckt wurden. Wahrscheinlich war die Katze damals bei den Menschen allerdings eher als Jagdbeute und nicht als Haustier beliebt. Es sollten Jahrtausende vergehen, ehe die Katze und der Mensch eine Gemeinschaft miteinander eingingen: eine Zeitspanne, die bei keinem anderen Haustier so lange währte. Warum? Solange die Menschen als Nomaden lebten, konnten Katzen sich nicht mit ihrem unsteten Lebenswandel anfreunden. Erst seit etwa 4000 Jahren lässt sich dann auf Kreta die Hauskatze nachweisen, in China seit etwa 2500 Jahren.

Hat der Mensch die Katze je wirklich domestiziert?

Historiker vermuten die erste Domestikation der Katze im alten Ägypten. Wann die Katze allerdings in die Häuser der Menschen kam, steht nicht fest. Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von Verhaltensforscher Prof. Dr. Paul Leyhausen war es übrigens nicht der Mensch, der die Katze zu sich nach Hause holte und zähmte – sondern die Katze, die sich aus freien Stücken dem Menschen anschloss.

Ein kleines Wüstentier rettet Ägypten

Was ab er bewog dieses eigenständige Wesen Katze dazu, sich im alten Ägypten dem Menschen anzuschliessen? Der Wohlstand der Menschen im Nil-Delta hing davon ab, wie gut gefüllt ihre Kornkammern waren. Die grossen Mengen Getreide, die natürlich immer in der Nähe der Städte oder Dörfer gelagert waren, zogen allerdings auch Ratten und Mäuse an. Und die konnten, wie ja bereits im Alten Testament nachzulesen ist, zu einer regelrechten Plage werden. Angelockt von dem reichen Nahrungsangebot an Mäusen kamen die Katzen von weit her in die Häuser, Ställe, Scheunen und Tempel der Menschen, um zu jagen. Aus den gelegentlichen Besuchern wurden Dauergäste, die bald von den Ägyptern nicht nur geduldet, sondern sogar gern gesehen – und später als heilig verehrt wurden. So wandelten sich im alten Ägypten die Wildkatzen zu Hauskatzen und sogar zu Tempelkatzen.

Die Katze macht Karriere als Göttin

Bastet.jpgDie Verehrung der Katze im Nil-Delta zur Zeit des bekannten Pharaos Tut-ench-Amuns und des mächtigen Pharaos Ramses (um 1500 - 1000 v.Chr.) war der Beginn der geradezu "himmlischen" Karriere der Katze: Sie wurde zur Göttin erklärt. Und zwar nicht zu irgendeiner, sondern zur schönsten und edelsten Göttin der Ägypter: die der Weiblichkeit, der Anmut, der Eleganz, der Grazie, der Fruchtbarkeit – eine Herrin der Fröhlichkeit und der Liebe. Diese Göttin wurde "Bastet" genannt. Ihr wurde ein Tempel geweiht, in dessen Mitte eine zwanzig Meter hohe Katzenstatue stand und in dem Tausende von Katzen lebten, die von Priestern gefüttert und gepflegt wurden. Die Göttin Bastet wurde als eine Frau von harmonischer Gestalt mit Katzenkopf und einem Korb am rechten Arm dargestellt. Die Katze symbolisierte fette Jahre und somit Fruchtbarkeit. Deshalb wurde die Tötung einer Katze auch als Todsünde betrachtet und musste mit dem Leben bezahlt werden.

Die Katzenverehrung kennt kaum Grenzen

Man kann vielleicht aus heutiger Sicht den Eindruck gewinnen, die Ägypter hätten ihre Katzenverehrung mitunter ein wenig übertrieben. Die Geschichtsschreibung berichtet zum Beispiel von einem Vorfall bei der Belagerung der Stadt Pelsium durch die Perser um 500 v. Chr. Nachdem sich die Ägypter den persischen Angreifern nicht ergeben wollten, griffen diese zu einer List: Sie fingen alle Katzen ein, derer sie habhaft werden konnten. Dann trieben sie die verschreckten Tiere vor ihren angreifenden Truppen her – einige Soldaten der ersten Kampflinie hatten sogar Katzen auf ihre Schilde gebunden! Die Ägypter traten den Persern daraufhin nur zaghaft entgegen, um die heiligen Tiere nicht zu gefährden. Man kann den Status der Katzen im alten Ägypten ungefähr mit dem der heiligen Kühe in Indien vergleichen. Viele Menschen hielten sich Katzen, und wenn eine starb, legte die ganz Familie Trauerkleidung an und rasierte sich zum Zeichen der Verehrung die Augenbrauen ab. Wer es sich leisten konnte, liess seine verstorbene Katze einbalsamieren und in einer Grabkammer bestatten. Dass die Katze im alten Ägypten zu so viel Ruhm und Ehre kam, lässt sich damit erklären, dass die Katze für die ägyptischen Herrscher die Garantie für "fette Jahre" darstellte. Und diese Jahre der reichen Ernte waren wichtig im von trockener Wüste umgebenen Niltal, das von Überflutungen abhängig war. Wie aber startete die Katze ihren Siegeszug um die ganze restliche Welt?

Auf sanften Pfoten erobert sie die Welt

Strenge Regelungen verboten die Ausfuhr von Katzen aus Ägypten, da sie als wertvolles und heiliges Gut galten. Doch gerade dieses Verbot veranlasste fremde Völker, ständig Schmuggel-Versuche zu unternehmen. Ein kleines Wüstentier, das den Ägyptern so wichtig, aber ausserhalb der Landesgrenzen unbekannt war, musste die Nachbarn reizen. Und so kam es, dass die Phönizier auf ihren Schiffen die ersten Katzen nach Italien, Gallien und Britannia schmuggelten. Die Perser nahmen sie von ihren Kriegszügen als Geschenke mit nach Hause, und römische Legionäre brachten sie nach Rom. Als dann gegen Ende der römischen Kaiserzeit die grossen Völkerwanderungen begannen, kamen Katzen auch aus Vorderasien und Russland nach Mitteleuropa – zu uns.

Durch die Zeiten und Länder hat die auf der ganzen Welt geliebte Katze auch ihren Namen mitgebracht: Aus dem nubischen "kadiska" wurde das lateinische "catus", das italienische "gatta", das französische "chat" – und auch unser deutsches Wort "Katze". Eine faszinierende Geschichte, oder?

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Anfänge der Zucht

Die Katzenzucht ist noch recht jung. Sie lässt sich ungefähr 100 Jahre zurückführen. Erstes Interesse an einer Katzenschau besass angeblich der Künstler und Katzenliebhaber Harrison Weir. Er schrieb: "Mir kam die Idee, dass man Katzenausstellungen veranstalten sollte, damit man den verschiedenen Farben, Zeichnungen etc. mehr Aufmerksamkeit schenke. Die Hauskatze, die vor dem Kaminfeuer sitzt, besässe dann eine Schönheit und Anziehungskraft, die man vorher gar nicht bemerkt hätte."

Die erste Katzenschau fand am 13. Juli 1871 im Crystal Palace in Grossbritannien statt. Harrison Weir, sein Bruder John und der Geistliche J. Macdona waren die ersten Schaurichter, die über die 160 ausgestellten Katzen urteilten.

Die Katzenausstellungen haben sich im Laufe der Zeit nur minimal verändert. Dennoch gibt es bis heute Unterschiede in der Beurteilung. Manche Richter untersuchen den körperlichen Zustand der Katzen, manche fassen sie noch nicht einmal an. Auch das ästhetische Empfinden variiert von Land zu Land, so dass den Rassestandards unterschiedliche Massstäbe zugrunde liegen.

Gebiss

Katzenschädel.jpgDas Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen grösserer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus, mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner aussergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.

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Krallen und Pfoten

Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze ausserdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmässig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.

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Fell

Die Katze trägt legere, elastische "Kleidung" - Haut und Fell liegen nicht eng am Körper. Dies ermöglicht ihr, bei Kämpfen vor Bissen gut ausweichen zu können. Fell und Haut sorgen ausserdem dafür, dass die Körpertemperatur stets zwischen 38 und 39 Grad Celsius gehalten wird. Die Haarlänge ist je nach Tier und Rasse verschieden. Normalerweise besteht das Fell aus kurzer Unterwolle, langen Leithaaren und den Grannen bzw. Oberhaaren, die das Deckhaar bilden und das herrlich glänzende Fell der Katze ausmachen. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird das Haar bei freilaufenden Katzen gewechselt. Die Wohnungskatze verliert das ganze Jahr über Haare. Sie sollte von Zeit zu Zeit in ein nicht beheiztes Zimmer oder auch an kälteren Tagen auf den Balkon gelassen werden, damit der Fellwechsel verstärkt wird. Pigmenteinlagerungen im Fell verleihen dem Fell die vielfältige Farbenpracht.

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Körperbau

Katzenskelett.jpgKatzen sind Hochleistungssportler, durchtrainiert bis in die Krallenspitzen. Etwa 240 Knochen bilden das Grundgerüst des Körpers. Der Schwanz und die Wirbelsäule ermöglichen der Katze eine unglaubliche Flexibilität. Bewegungsfreiheit und Bewegungskraft - beides in einem - bilden das Grundprinzip der Wirbelsäule. Auch das Bauprinzip des restlichen Körpers basiert darauf, dass auf sichere Verankerungen von Knochen und Gelenken verzichtet wurde, um eine grösstmögliche Beweglichkeit zu erzielen. Dabei sind Katzen keine Muskelprotze. Ihre nicht übertriebenen dafür effektiven Muskeln bilden zusammen mit den Wirbeln eine superelastische, raffinierte Konstruktion. Deshalb kann eine Katze unter anderem auch im Sprung ihren Körper so wenden, dass der Sprung noch korrigiert wird. Der Schwanz mit seinen rund 20 Wirbeln ist dabei wichtiger Balancierstab und Steuerungsinstrument.

Springen, klettern, balancieren

Die Fähigkeiten der Katzen lassen uns immer wieder staunen: Sie springen kraftvoll ab und landen auf genau dem Punkt, den sie anpeilen, sie klettern mühelos an Bäumen herauf, sie balancieren auf schmalen Balkongeländern, und sollten sie doch einmal fallen, dann auf ihre vier Pfoten. Viele dieser "Kunststücke" liegen im einzigartigen Körperbau der Katze begründet – sie beherrscht sie ganz instinktiv. Trotzdem gibt es für kleine Katzenkinder eine Menge zu üben. Sie trainieren im Spiel mit ihren Geschwistern. Schon bei diesen manchmal noch unbeholfenen, tollpatschigen Raufereien ist zu erkennen, dass sie zu grossen Bewegungskünstlern werden.

Sicher haben Sie es schon oft beobachtet: Ein schneller Satz auf den Tisch oder sogar auf den Schrank ist überhaupt kein Problem, denn Katzen können fast fünfmal so hoch springen, wie sie selbst gross sind. Ihre enorme Sprungkraft erreicht die Katze durch das Muskelpaket im hinteren Bereich ihres Körpers. Viele der Muskeln an den Hinterbeinen sind direkt mit dem Becken verbunden. Die Streckmuskeln veranlassen eine schnelle, kraftvolle Streckung des Knie- und Fussgelenks – die Katze katapultiert dadurch ihren Körper regelrecht nach oben. Mit ihrem Koordinationszentrum im Gehirn kann sie sofort reagieren und ihre Richtung sogar im Sprung korrigieren. Auch wenn sie einmal unfreiwillig fällt, landet die Katze trotzdem fast immer auf ihren vier Pfoten. Hierfür hat sie ein ganz spezielles "Radarsystem". Es veranlasst die Katze, im Fall den Kopf so zu drehen, dass er aufrecht gehalten wird. Der Rest des Körpers dreht sich dann durch einen Reflex der Wirbelsäule entlang entsprechend um. Das geht so schnell, dass man es als Zuschauer kaum mitbekommt. Der lange und sehr bewegliche Schwanz dient bei Sprüngen und beim Fallen als Steuer und zum Ausbalancieren. Deshalb kommt es fast nie vor, dass Ihr Sprungkünstler nicht dort landet, wo er eigentlich hin will.

Das feine Gleichgewichtsorgan ist bei kleinen Kätzchen schon von Geburt an vorhanden. Obwohl sie blind zur Welt kommen, orientieren sie sich instinktiv richtig. Mit etwa 3-4 Wochen fangen sie an, sich zu kabbeln und miteinander zu balgen. Die Muskulatur der Hinterbeine wird dabei trainiert, so dass die Zielsicherheit und die Höhe der Sprünge ständig zunimmt. Der Katzenbuckel wird jetzt ebenfalls geübt – diese spezifische Bewegung ist möglich, weil die Wirbel der Katze weniger eng miteinander verbunden sind als bei anderen Tieren.

Natürlich möchte eine Katze ihren Bewegungsdrang ausleben. Zum Beispiel an einem hohen Kratzbaum, der sich ideal zum Klettern und Toben eignet. Nach einem Sprung auf das erste Podest des Kratzbaumes werden die starken Muskeln der Hinterbeine zum weiteren Aufwärtsklettern eingesetzt. Die ausgefahrenen Krallen der Vorder- und Hinterpfoten dienen zum Festhalten. Jede Kralle ist am Ende eines Zehenknochens verankert, der wiederum durch elastisches Gewebe mit dem nächsten Zehenknochen verbunden ist. Sollen die Krallen benutzt werden, dreht eine Sehne den Endknochen nach vorne – die Kralle kommt zum Vorschein. Der einzige Nachteil dieser Kletterwerkzeuge ist, dass sie nach rückwärts gerichtet sind. Sie bieten deshalb nur Halt beim Aufstieg. Zurück geht’s dann mit einem Sprung zu Boden oder manchmal auch mit vorsichtigem Rückwärtsklettern.

Die richtige Technik zum Klettern müssen Katzenkinder ebenfalls üben. Auch sie freuen sich über einen Kratzbaum, an dem sie ihre ersten Erfahrungen sammeln, das Wetzen der Krallen lernen und sich auf ihre ersten kleinen Kletterpartien wagen. Wenn sie die Muskeln ihrer Hinterbeine schon ein wenig beim Spielen und Herumtollen trainiert haben, wächst auch ihr Mut und der Entdeckungsdrang. Oft haben sie allerdings dann mit dem Abstieg noch ein wenig Probleme – auch der will gelernt sein.

Katzen sind wahre Seiltänzer! Oft halten wir den Atem an, weil unsere Mieze auf dem Balkongeländer spazieren geht – aber unsere Sorge ist meist unbegründet. Das Schlüsselbein der Katze ist im Gegensatz zu anderen Tieren nicht oder nur als ganz kleiner Rest vorhanden. Die Schulterblätter sind mit dem sehr schmalen Brustkorb wie bei den Hinterbeinen ebenfalls nur durch Muskeln verbunden. So haben die Vorderbeine mehr Beweglichkeit und können ganz eng nebeneinander gehalten werden. Das flexible Skelett ermöglicht es der Katze, beide Körperhälften in entgegen gesetzter Richtung zu bewegen – sie verliert fast nie die Balance, auch wenn das Balkongeländer über Eck geht. Hinzu kommt, dass Katzen Zehengänger sind; sie berühren den Boden nur mit einem Teil des Fusses. Dadurch erreichen sie Schnelligkeit gepaart mit hoher Standfestigkeit auch auf kleinstem Raum. Der Schwanz mit seinen 19 bis 24 Wirbeln dient dabei als Balancierstange.

Die ersten Balancier-Versuche kleiner Katzen enden meist mit einem befreienden Sprung zurück zur Erde. Denn richtig balancieren will gelernt sein. Erst mit 4 bis 5 Monaten, wenn die Kätzchen in all ihren Bewegungen sicherer sind und ihr Knochenbau stärker wird, werden auch sie zu kleinen Balancier-Artisten.

Beweglichkeit

Die Beweglichkeit der Katze ist einmalig, nicht zuletzt auch durch ihren elastischen Körperbau. Eine Katze gilt beim Klettern sowohl als "Schwielen als auch als Krallen-kletterer". Für steile Bäume benutzt sie ihre Krallen. Eine weitere Disziplin, welche die Katze meisterhaft beherrscht, ist der Zielsprung. Sie springt ohne Anlauf vom Fussboden auf die Fensterbank oder eine hohe Mauer hoch. Nicht nur, dass sie dabei ihr Ziel präzise anvisiert, sie besitzt auch eine beeindruckende Körperbeherrschung und einen faszinierenden Gleichgewichtssinn. Der gekonnte Mauersprung ist dabei eine Frage von Spannkraft und Muskeln. Die Katze verfügt ausserdem über verschiedene Gangarten:

  • Der Kreuzgang - sie hebt das Bein vom Boden, dem Vorderbein rechts folgt das Hinterbein links und umgekehrt.
  • Der Passgang - bei dem sich die Beine einer Seite gleichzeitig bewegen.
  • Das Schleichen - das Gehen in Zeitlupe.
  • Der Galopp - den die Katze nur auf der Flucht gebraucht. Bei kurzen Sprints kann sie ein Tempo von bis zu 50 km/h erzielen.
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Muskeln

Vollkommen entspannt, nahezu bewegungslos, liegt die Katze im Gras. Plötzlich - ganz unvermittelt - schnellt sie nach vorn. Zielgerichtet, ohne das kleinste Anzeichen einer Unsicherheit. Die Koordination ihrer Bewegungen ist perfekt. Mitten im Fluss stoppt sie ihren explosionsartigen Lauf - genauso abrupt, wie sie ihn begonnen hat. Wie ein Denkmal steht sie da. Ohne Zucken, ohne Zittern. Eine Katze auf der Jagd - ein Actionfilm, der im spannendsten Moment angehalten werden kann. Vom Hauptdarsteller selbst, der Katze.

Katzen haben die absolute Kontrolle über das Spiel ihrer Muskeln. Dank dieser enormen Körperbeherrschung sind sie wahre "Stop an Go"-Künstler. Ihre kraftvollen Muskeln sind dafür speziell auf Turbo eingestellt. Katzen können also aus dem Stand abgehen wie ein Blitz, doch ihre Power hält nicht lange an. Katzen sind tolle Sprinter. Lange, ausdauernde Läufe sind dagegen nicht ihre Spezialität.

Über 500 Muskeln geben der Katze Kraft und Beweglichkeit. Jeder einzelne hat seine eigene, wichtige Funktion, einige unterstützen und ergänzen sich auch in ihrer Arbeit. Das perfekte Zusammenspiel, die gezielte Teamarbeit der Kraftpakete, werden dabei zentral gesteuert. Vom Gehirn, das über die Nerven Impulse an die Muskeln abgibt.

Die eigentlichen Muskelzellen sind bis zu 20 cm (!) lang, aber nur rund 0,08 mm dick. Diese hoch spezialisierten Zellen werden durch zartes Bindegewebe zu Bündeln zusammengefasst. Erst diese Zellbündel sind mit dem blossen Auge erkennbar und werden im Volksmund als "Fleischfasern" bezeichnet. Viele zu Bündeln zusammengefasste Muskelzellen bilden also den einzelnen Muskel.

Die Muskelzellen sind von einer dünnen Hülle umgeben und enthalten unzählige kontraktile Myofilamente (Eiweissketten). Diese sind wie zwei Kämme ineinander verzahnt. Bekommt ein Muskel einen Nervenimpuls, schieben sich in den Muskelzellen "die Zinken" der "Kämme" ineinander. Die einzelnen Zellen verkürzen sich - und damit auch der ganze Muskel.

Wie viele "Kämme" sich ineinander schieben - wie weit und wie lange - bestimmt die Art des eintreffenden Nervenimpulses. Seine Qualität bestimmt also Dauer und Grad der Muskelverkürzung sowie die dahinter steckende Spannung und Kraft.

So gibt es Bewegungsabläufe, bei denen komplett identische Muskelgruppen in Aktion treten, das Ergebnis jedoch ein anderes ist. Ein Beispiel: Eine Katze räkelt sich genüsslich und streckt dabei ihre Hinterbeine aus. Streckmuskeln sind aktiv, Beugemuskeln passiv. Die Bewegung ist entspannt, es steckt kaum Kraft dahinter. Anders ist dies bei einem gewaltigen Sprung. Auch hier werden die Hinterbeine gestreckt. Die Streckmuskeln sind aktiv, die Beugemuskeln passiv. Doch es steckt enorme Power dahinter - Kraft, welche die Katze abheben lässt

Die Fressgewohnheiten der Katze

Im "Waltham Centre for Pet Nutrition", einem Forschungszentrum nördlich von Cambridge in England, wird die Ernährung von Katzen wissenschaftlich erforscht. Durch Beobachtung mit Infrarot-Kameras mit Zeitraffer rund um die Uhr hat man festgestellt, dass Katzen innerhalb von 24 Stunden in nahezu gleichen Abständen 36mal zum Fressen an den Napf gehen:

  • Die Katze ist ein Beutetierfresser. Sie frisst nicht nur das Fleisch der Beute, sondern auch den Darm mitsamt Speisebrei und den darin enthaltenen Kohlenhydraten.
  • Am liebsten fressen Katzen Futter, das entsprechend ihrer Körpertemperatur etwa 38 Grad warm ist.
  • Sie bestehen auf Abwechslung oder kaprizieren sich auf ganz Bestimmtes.
  • Reste lässt sie liegen: sie will es immer frisch.
  • Katzen lassen sich beim Fressen Zeit, sie schlingen nicht.
  • Katzen in der Wildnis fressen gerne unbeobachtet. Sie lassen auf die Mahlzeit eine längere Ruhepause folgen.
  • Die Verlockung Zucker lässt sie gleichgültig.
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Junge Katzen richtig füttern

Wer sich eine Katze hält, muss sie richtig ernähren. Die Menge der Mahlzeiten finden Sie auf der jeweiligen Verpackung. Diese Tabelle zeigt Ihnen, in wie viele Mahlzeiten über den Tag verteilt die entsprechende Menge gefüttert werden sollte. Die Entwöhnung der Kätzchen sollte mit der zehnten bis zwölften Woche abgeschlossen sein. Schon während dieser Zeit kann Fertignahrung zugefüttert werden.

Für Jungkatzen und Katzenmütter während dem Stillen sollte spezielles "Kitten"-Futter gekauft werden, welches die richtige Zusammensetzung für das Jungtier bzw. seine Mutter aufweist.

Alter Fütterung pro Tag Gewicht der Katze in kg. ca.
6. - 12.Woche 6 0,6
3. Monat 5 0,9
4. Monat 4 1,2
5. Monat 3 1,5
Ab dem 6. Monat sollte Ihre Katze 1-2 mal am Tag gefüttert werden.
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Katzen ab 8 Jahren richtig füttern

Jede Altersstufe bringt Veränderungen im Organismus mit sich. Bei Katzen ab 8 Jahren verändern sich die Organfunktionen, und der Stoffwechsel beginnt, sich umzustellen - was man ihnen äusserlich nicht ansieht. Dadurch werden die Nährstoffe, die sie aufnehmen, anders verwertet als bei jungen Katzen. Die Zusammensetzung der Nahrung muss deshalb auf diese Veränderung abgestimmt sein - nur dann ist das Wohlbefinden einer älteren Katze gewährleistet. Eine Katze ab 8 Jahren hat den gleichen Energie- und Proteinbedarf wie eine zweijährige. Durch die Umstellung des Stoffwechsels in diesem Lebensabschnitt können sich jedoch die Haut- und Fellbildung verändern. Deshalb benötigen Katzen ab dem achten Lebensjahr besonders viel Vitamine aus dem Vitamin B-Komplex, da diese Haut und Fell weiterhin gesund und glänzend erhalten. Hierfür gibt es wiederum spezielles "Senior"-Katzenfutter.

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Was heisst artgerechte Katzenernährung?

Jede Katze muss so ernährt werden, dass ihr Nährstoffbedarf voll gedeckt wird. Eine artgemäss gefütterte, gesunde Katze ist an ihrer Umgebung interessiert, hat klare Augen und ein dichtes, glänzendes Fell. Mit der Nahrung nimmt die Katze die Nährstoffe auf, die sie benötigt, um zu leben. Gleich ob sie atmet, schleicht, läuft, springt, miaut oder schnurrt, sie verbraucht Energie. Diese steckt in den chemischen Bausteinen der Nahrungsmittel. Bei der Katze stellen vor allem Fette die Energiequellen dar, welche der Körper braucht, damit

  • die Körpertemperatur ständig bei etwa 38,5 Grad gehalten wird,
  • die Muskulatur bewegt werden kann,
  • das Nervensystem optimal funktioniert,
  • das Wachstum bei jungen Tieren gewährleistet ist.

Kohlenhydrate sind für die Katze kein lebensnotwendiger Nährstoff, dienen in geringen Mengen aber auch als Energielieferant. Eiweisse (Proteine) sind unbedingt erforderliche Nährstoffe, da sie Aminosäuren bereitstellen, die neben vielen weiteren Aufgaben für das Wachstum und die Neubildung von Körpergewebe verantwortlich sind. Die Katze braucht sehr viel Eiweisse, pro Kilogramm Körpergewicht doppelt soviel wie beispielsweise ein Hund. Den Körper von Katze und Mensch vereint eine Besonderheit, ein altes Gesetz der Natur: Überschüssige Energie wird nicht in Form von Wärme abgegeben, sondern in Fett umgewandelt und gespeichert. Früher konnte man damit für schlechte Zeiten vorsorgen, was heute in den Wohlstandsgesellschaften wohl nicht mehr gilt.

Für uns und unsere Katzen gilt vielmehr: Wer zuviel isst, wird dick. Und: Wer falsch isst, wird krank. Es kommt daher nicht nur auf die richtige Menge der Grundnährstoffe an - sie müssen auch im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Fazit: Die Katze muss eiweissreich ernährt werden, in ihrer Ration sollten ausserdem ausreichend Fett, Taurin, Spurenelemente und Vitamine enthalten sein. Es können durchaus (wenige) Kohlenhydrate enthalten sein, diese müssen aber leicht verdaulich sein, was praktisch nur bei Reis zutrifft. Zucker gehört nicht auf den Speiseplan von Katzen. In idealer Weise wird diese Kombination heute als Fertignahrung angeboten. Auch wenn unsere Katze Kuchen oder Reispudding frisst, gerne Mehl- oder Sahnesaucen schlabbert, wenn sie auf Kalbsleberwurst scharf ist - das alles bekommt ihr nicht. Eine Katze ist weder ein Resteverwerter noch ein Delikatessenschlucker. Sie muss eine ausgewogene und artgerechte Nahrung bekommen.

Bei der Fertignahrung, ob Trocken- oder Nassfutter, ist unbedingt auf eine gute Qualität mit (mindestens) 60% Fleisch oder Fisch zu achten. Das Futter sollte etwa 30% Rohprotein und 15 - 20% Rohfett enthalten. Solche Fertignahrung ist beim Tierarzt oder im Zoofachgeschäft erhältlich. Da die Katze davon mengenmässig weniger braucht, sind die Mehrkosten pro kg Futter schon fast ausgeglichen. Weil bei gutem Futter alle Inhaltsstoffe gut verdaulich sind, gibt es weniger Kot, was wiederum eine Ersparnis beim Katzenstreu mit sich bringt. In billigem Katzenfutter vom Supermarkt ist oft nur etwa 4% Fleisch oder Fisch, dafür aber jede Menge Kohlenhydrate und Wasser (Nassfutter) enthalten.

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Typische Fehler in der Katzenernährung

1. Nahrung auf Sparflamme

Wenn die Katze Tischreste bekommt, die viel zu wenig hochwertiges Eiweiss enthalten, wenn man ihr Futter mit qualitativ minderwertigem Eiweiss gibt, so dass die essentiellen Aminosäuren fehlen, dann wird die Katze mager, ihr Fell wird struppig und glanzlos, sie wird appetitlos und teilnahmslos. Das alles sind Anzeichen für eine Mangelernährung. Junge Katzen leiden bei minderwertigem Futter mit geringwertigem Eiweiss unter Wachstumsstörungen.

2. Die Nur-Fleisch-Fütterung

Reine Fleischfütterung ist ungesund, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium, so dass ein Kalziummangel auftritt. Das bedeutet für junge Katzen fehlerhaften Skelettaufbau mit Neigung zu Knochenbrüchen. Brechen Wirbelknochen, sind Lähmungen die Folge. Erwachsene Katzen, wenn sie nicht gerade trächtig sind, überstehen zwar Kalziummangel besser, bauen aber zum Ausgleich in den Knochen enthaltenes Kalzium ab, und das führt zu Knochenerweichungen.

3. Viel Leber ist für die Katz’

Katzen mögen zwar Leber gern, aber eine übermässige Leberfütterung kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, die sich in Gelenkstarre und Lahmen infolge von Knochenwucherungen, besonders am Hals und den Gliedmassen, äussert.

4. Rohes Fleisch birgt Gefahren

Parasiten, Viren oder bakterielle Krankheitserreger wie Salmonellen können darin enthalten sein. Katzen sollen kein rohes Fleisch oder rohe Innereien bekommen. Parasiten, virale oder bakterielle Krankheitserreger wie Salmonellen sind wieder mehr verbreitet. Vor allem in rohem Schweinefleisch tritt ein Virus auf, das zu der für Katzen stets tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit führt. Deshalb kann Rohfütterung ein schwerer Fehler in der Katzenernährung sein. Sicherer ist Fertignahrung in Dosen oder Schalen, weil sie stets keimfrei ist.

5. Katzen und Milch

Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung. Allerdings enthält sie viel Milchzucker (Lactose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten werden kann. Dabei kann es durchaus zu schweren Durchfällen kommen. Es gibt aber auch eine speziell aufbereitete Milch für Katzen.

6. Für die Katze nur Selbstgekochtes

Die ausschliessliche Fütterung von selbst bereitetem und selbst gekochtem Futter ist gut gemeint, aber meist schlecht getan. Durch zu langes Kochen werden beispielsweise die Vitamine A und B1 weitestgehend zerstört. Da eine selbst gemachte Mahlzeit nie in ihrer Zusammensetzung ausgewogen ist, treten irgendwann die schon beschriebenen Folgen von Fehlernährung auf.

Nun kann man von keinem Katzenhalter erwarten, dass er die Zusammensetzung der Nahrung bis in die Aminosäuren genau kennt und sie fachmännisch berechnet und zusammenstellt. Man hat bisher erst in wenigen wissenschaftlichen Instituten untersucht, was die Katze überhaupt zur richtigen Ernährung benötigt. Die Ergebnisse machen ganz deutlich, wie schwierig es ist, eine Katzennahrung richtig zusammenzustellen. Der sicherste Weg zur vollständigen Versorgung mit allen Nährstoffen führt über Fertignahrung vom Tierarzt oder vom Zoofachgeschäft.

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Knochen sind nichts für Katzen

Bei Knochen ist grosse Vorsicht geboten. Spitzbrechende Knochen können gefährliche Verletzungen in der Mundhöhle und im Verdauungstrakt hervorrufen. Als Mineralstofflieferant sind Knochen zudem völlig ungeeignet. Ausserdem brauchen mit Fertignahrung ernährte Katzen keine zusätzlichen Mineralstoffe - sie werden mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

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Katzen knabbern gerne Gras

Zum einen die Spitzen, zum anderen die ganzen Halme. Die benötigen sie offenbar als Hilfe, um die Haarballen, die sich in ihrem Magen aus den Haaren bilden, die sie bei der täglichen Fellpflege geschluckt haben, wieder auszuwürgen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Katze mit dem Gras auch bestimmte Stoffe (Vitamine) aufnimmt. Da Wohnungskatzen und auch die meisten Grossstadtkatzen kaum an Wiesen oder grasbewachsene Wegränder kommen, müssen wir ihnen eine Ersatzwiese schaffen. Man sät am besten in eine flache Schale oder in einen Blumenkasten "Katzengras", das man im Handel bekommt. Mit dieser Wiese im Haus verhindert man, dass sich die Katze an Zimmerpflanzen bedient, was weder ihr noch den Pflanzen gut bekommt.

Darf die Katze in den Garten, müssen wir auf alle Unkrautvernichtungsmittel und andere Gifte verzichten.

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Beim Tierarzt: "Mieze, sag’ mal Aaaa".

Regelmässige Kontrollvisiten beim Tierarzt sind die Basis für ein langes, glückliches Katzenleben. Wie Sie es Ihrer Katze und dem Tierarzt leicht machen – hier erfahren Sie alles, was Sie über den Besuch beim Tierarzt wissen sollten.

Wie oft muss ich mit meiner Mieze zum Tierarzt gehen?
Und bei welchen Anzeichen unbedingt sofort...?
Was kann ich tun, damit Mieze sich beim Tierarzt sicher und geborgen fühlt…?

Jeder, der seine Katze so richtig lieb hat, hat sich diese Fragen sicher schon einmal gestellt. Hier erhalten Sie die Antworten. Wenn Sie nur einige einfache Grundregeln beherzigen, wird der regelmässige Besuch beim Tierarzt für alle Beteiligten zu einer ganz selbstverständlichen Routine. Und Sie haben jederzeit die Gewissheit, dass Sie alles für die Gesundheit Ihres kleinen Schützlings getan haben.

Im Gegensatz zu früher, als der Tierarzt sich hauptsächlich um Rinder, Schweine, Pferde etc. und nur nebenbei auch um Hund und Katze kümmerte, gibt es heute zahlreiche Tierärzte für Kleintiere. Alle zugelassenen Tierärzte – ob mit oder ohne den Titel "Dr. med. vet." – haben genauso lange studiert wie ihre Human-Kollegen. Auch die diagnostischen Möglichkeiten und Behandlungsmethoden unterscheiden sich nicht von denen der Humanmedizin. Es gibt Spezialisten für schwierige Fälle und Tierkliniken für die stationäre Behandlung, an die der "Haus-Tierarzt" in besonderen Fällen überweisen kann. So kann heute für die Gesundheit unserer schnurrenden Hausgenossen sehr viel getan werden.

Bei der Auswahl eines Tierarztes versetzen Sie sich einfach einmal in Ihre geliebte Katze. Um ihr z.B. unnötig lange Transportwege zu ersparen, sollte die Praxis möglichst nur "einen Katzensprung" von Ihrem Zuhause entfernt liegen. Langfristig das Wichtigste jedoch ist das Vertrauen zu Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin, damit Ihre Katze und Sie sich dort gut aufgehoben fühlen. Die meisten Katzenhalter finden ihren Tierarzt übrigens durch Empfehlungen anderer Tierfreunde, aber ein kurzer Blick ins örtliche Branchenbuch führt Sie ebenfalls zu einer Tierarztpraxis in Ihrer Nähe.

Ab ins Körbchen und auf zum Tierarzt das ist die Devise, wenn Sie bei Ihrer Katze einen begründeten Krankheitsverdacht hegen. Folgende Merkmale sollten Sie genau beobachten und dem Tierarzt kurz, aber im Detail wiedergeben: verändertes Verhalten, Unsauberkeit, Appetitlosigkeit, stumpfes Fell, verklebte Augen, häufigeres "Aufs-Katzenklo-Gehen" oder was sonst anders ist als gewohnt. Bei grösseren Wunden und Knochenbrüchen versteht sich ein Tierarztbesuch von selbst.

Natürlich gilt auch für Katzen: Vorbeugen ist die beste Medizin. Das heisst konkret: jährliche Impfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose und Tollwut (bei Katzen, welche die Wohnung verlassen!), Wurmkuren (vorsorglich bis zu 4 x im Jahr) sowie eine jährliche Vorsorgeuntersuchung. Letztere ist sehr zu empfehlen und umfasst eine genaue Bestandsaufnahme vom Ernährungszustand über diverse Laborwerte bis hin zur Zahnuntersuchung. Tierärzte sind nämlich auch Zahnärzte; z.B. entfernen sie, wenn nötig, schon mal Zahnstein an Büsis kleinen Zähnen. Ganz wichtig: Alles, was der Tierarzt macht, sollte ab der ersten Impfung mit etwa 8 Wochen in einem "Gesundheitspass" genauestens festgehalten werden. Das erleichtert spätere Diagnosen erheblich – besonders, wenn Sie Ihren Tierarzt einmal wechseln müssen.

Ihrer Mieze zuliebe: Gehen Sie mindestens 1 x im Jahr zum Tierarzt! Abgesehen von der Auffrischung des Impfschutzes ist das wichtig, damit sich Ihre Katze an die Tierarztpraxis gewöhnen kann. Andererseits lernt so auch der Tierarzt Ihre Katze näher kennen. Das wiederum ist für Diagnose und Behandlung von grossem Vorteil. Deshalb sollten Sie auch möglichst immer zu einem Tierarzt gehen – so wie wir zu unserem Hausarzt.

Viele Katzenbesitzer kennen das: Katzen spüren es regelrecht, wenn es zum Tierarzt gehen soll. Und aus dem verspielten, mutigen "Minitiger", der eben noch einer Stoffmaus das Fürchten lehrte, wird plötzlich ein ängstliches, kleines Miezekätzchen. Sprechen Sie beruhigend mit Ihrer Katze, wenn Sie sie bequem auf einer Decke im Tragekorb untergebracht haben.

Vor dem Praxisbesuch sollten Sie eine genaue Terminabsprache mit dem Tierarzt treffen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Hauptbezugsperson die Katze persönlich zum Tierarzt begleitet. Denn sie kann den kleinen Patienten am besten beruhigen und dem Tierarzt die notwendigen Informationen zu seinen Gewohnheiten und seiner Gesundheit geben. Änderungen im Verhalten z. B. können ein Anzeichen für eine organische Erkrankung sein. Man macht sich also keineswegs lächerlich, wenn man dem Tierarzt erzählt, dass Mieze sich neuerdings immer versteckt.

Im Behandlungszimmer setzt am besten die Tierarzthelferin (oder Sie) die Katze auf den Behandlungstisch und hält sie während der Untersuchung auch fest. Vergessen Sie nicht, möglichst während der gesamten Zeit ruhig mit der Katze zu sprechen. Nach der Diagnose gibt Ihnen der Tierarzt in der Regel gleich die notwendige Medizin sowie genaue Anweisungen für die Weiterbehandlung zu Hause.

Wenn Sie mit Ihrem kleinen Patienten wieder zu Hause sind, lassen Sie ihn am besten erst mal in Ruhe und beobachten "unauffällig", wie er sich verhält, ob er frisst usw. (Bei operativen Eingriffen ist es sinnvoll, sich einen Tag Urlaub zu nehmen.) Halten Sie sich ganz genau an die Anweisungen des Tierarztes, z.B. die Dosierungen von Medikamenten in bestimmten Abständen. Das gleiche gilt für eine gezielt vom Tierarzt verschriebene Diäternährung. Sie kann ein sehr wichtiger Teil der Therapie sein, denn kranke Katzen benötigen eine andere Nahrung als gesunde. Besonders wichtig: Da kranke Katzen oft nur ungern fressen, muss das spezielle Diätfutter besonders schmackhaft sein.

Bei soviel Liebe und Pflege wird Mieze schon bald wieder gesund und munter sein…

Wichtige Tips zum Thema Tierarzt:

  • Der regionale tierärztliche Notdienst ist in vielen Tageszeitungen ausgedruckt, ansonsten meist über den Anrufbeantworter Ihres Tierarztes in Erfahrung zu bringen.
  • Erste Hilfe bei Wunden und Knochenbrüchen: Sofort die Katze in eine Decke hüllen, behutsam in einen grossen Karton legen und zum Tierarzt bringen.
  • Kleine Kätzchen und zugelaufene Katzen gehören gleich zum Tierarzt, um den Gesundheitszustand zu prüfen und sie evtl. impfen zu lassen.
  • Erfragen Sie am besten vor einer Behandlung die voraussichtlichen Kosten.
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Impfen - wogegen, wann?

Durch den Gebrauch von Impfungen wurde die Häufigkeit (Inzidenz) und Ernsthaftigkeit von ansteckenden Krankheiten stark reduziert. Durch die Impfung wird in der Katze ein komplizierter Prozess ausgelöst, bei dem ihr Abwehrsystem aufgefordert wird, die eingeschleusten fremden Proteine (Antigene) zu erkennen und biologische Abwehrkräfte (Antikörper) zu produzieren. Diese Antwort ihres Immunsystems beschützt die Katze künftig vor den im Impfstoff vorhandenen Erregern.

Kein Impfstoff ist 100% wirksam gegen alle Stämme von infektiösen Erregern. Trotzdem werden die meisten geimpften Katzen immun gegen diese Krankheiten. Der richtige Gebrauch von Impfungen wird die meisten Katzen von den zum Teil fatalen Folgen dieser Krankheiten bewahren.

Es ist wichtig, schon Jungtiere zu impfen und die Impfung innerhalb weniger Wochen zu wiederholen, damit sie gegen die Krankheit eine Immunität bilden können. Kleine Katzen erhalten durch die Muttermilch Antikörper. Dies wird "Immunität durch die Mutter" genannt. Diese Antikörper verlieren ihre Wirkung zwischen 6 und 10 Wochen. Deshalb werden die Kätzlein in dieser Zeit zum ersten Mal geimpft. Damit die Immunisierung sicher stattfindet und die Jungkatze genügend Antikörper bilden kann, impft man sie im Abstand von 3 Wochen nach. Werden die Jungtiere zu früh geimpft, verhindern die durch die Muttermilch erhaltenen Antikörper eine Immunisierung gegen die Krankheit. Erst wenn die Immunität durch die Mutterkatze nachlässt, können die Kätzlein erfolgreich geimpft werden.

Ein geimpftes Kätzlein kann Reaktionen zeigen wie Müdigkeit, Appetitmangel, Niesen oder wässerige Augen. Diese Anzeichen sind vorübergehend. Schonen sie ihre frisch geimpfte Katze vor körperlicher Anstrengung und Unruhe, damit sie sich schnell erholen kann.

Erhältliche Impfstoffe sind der Lebend-Impfstoff und der Tot-Impfstoff. Beim Lebend-Impfstoff wird die gleich hohe Immunität hervorgerufen wie bei einer Infektion mit der Krankheit, ohne die gleichen Symptome hervorzurufen. Lebend-Impfstoffe können nicht bei trächtigen Tieren verwendet werden. Von vielen Tierärzten und Züchtern wird der Tot-Impfstoff vorgezogen, weil das Virus bei dieser Art von Impfung nicht aktiv werden und sich replizieren kann. Der Impfstoff ist für das Tier sicherer, weil sich das Virus nicht ausbreiten kann. Den gleich hohen Schutz gegen eine Infektion wie bei der Lebend-Impfung bietet sie aber nicht.

Impfplan

Krankheit Erstimpfung Nachimpfung Wiederholungsimpfung
Katzenseuche 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Katzenschnupfen 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Katzenleukose FeLV 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Bauchwassersucht FIP 16. Lebenswoche* 20. Lebenswoche jährlich
Tollwut 12. Lebenswoche** 16. Lebenswoche** jährlich***
Calicivirus 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Chlamydiosis 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Tetanus nach Verletzungen    

*)     Dies ist leider in endemischen Gebieten bereits zu spät!
**)   Günstig ist eine Kombination mit der FIP-Impfung in der 16. und 20. Lebenswoche.
***) Je nach Impfstoff reicht auch alle drei Jahre (Ihr Tierarzt gibt hierzu Auskunft).

Für die FeLV- und FIP- Impfung ist ein vorhergehender Bluttest zwingend notwendig.

Für Katzen-Aids FIV, Katzenpocken, Tuberkulose, Mikrosporie, und die Aujeszkysche Krankheit gibt es bis heute leider keine Impfung!

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Abszesse

In vielen Fällen, in denen Katzen mit Fieber, Schmerzen und Apathie beim Tierarzt vorgestellt werden, handelt es sich um lokale Eiteransammlungen, auch Abszesse genannt. Die Ursache sind meistens Bisswunden, welche gerade bei rivalisierenden Katern keine Seltenheit sind. Bisswunden werden vorwiegend am Kopf, Nacken und Schwanz eingefangen. Diese Bisswunden werden in der Regel nicht so schnell entdeckt, da die Katzen die Wunde sauber ablecken. Erst ein bis zwei Wochen später tritt an der Bissstelle eine weiche, sich heiss anfühlende und mit der Zeit grösser werdende Hautschwellung auf. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass sich unter der Haut Eiter angesammelt hat. Verursacht wird die Eiterbildung durch weisse Blutkörperchen, die als Abwehrzellen die in der Bisswunde eingedrungenen Bakterien abtöten sollen. Anstatt aber die Bakterien zu besiegen, geschieht genau das Gegenteil: Es werden massenhaft weisse Blutkörperchen mit Bakterien eingeschmolzen, und so entsteht eine gelbe, zähe und übel riechende Flüssigkeit, welche man als Eiter bezeichnet.

Oftmals bemerken die Katzenbesitzer den Abszess erst, wenn er nach aussen aufbricht und die zähe Flüssigkeit ausläuft. Es bleibt ein beachtliches Loch, welches nach dem Eiterausfluss auch bluten kann. Hat sich einmal der Eiter nach aussen entleert, dann tritt in vielen Fällen spontan eine Heilung ein; der Abszess kommt nie wieder. In manchen Fällen aber kann es zu einem Wiederauftreten der Infektion und sogar zu einer Ausbreitung im lockeren Unterhautgewebe kommen. Gelegentlich gelangen die Bakterien über die Blutbahn in innere Organe wie Leber, Gehirn und Niere und rufen eine lebensbedrohliche Septikämie hervor.

Die Behandlung besteht darin, so rasch wie möglich den Abszess zu spalten und anschliessend die Wundhöhle zu säubern. Hat sich einmal Eiter gebildet, dann sind Antibiotika wirkungslos. Nur wenn vorzeitig eingegriffen wird, können Komplikationen verhindert werden. Die beste Möglichkeit einer Abszessbildung zuvor zu kommen, besteht darin, sofort beim Bemerken von Hautwunden, mögen sie auch noch so winzig sein, Antibiotika-Tabletten über einige Tage zu verabreichen. So spart man nicht nur Tierarztkosten, sondern bewahrt seine Katze auch vor späterer Krankheit.

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Parasitenbekämpfung - wie?

Parasiten sind z.B. Flöhe, Zecken, Haarlinge, Läuse, Milben. Sie fallen zuerst durch Juckreiz auf, können aber auch zu Allergien (Ekzeme) und Gesundheitsschädigungen führen.

Man bekämpft sie mit:

  • Sprays
  • Puder
  • Wirkstoffen, die über die Blutbahn eine fernhaltende oder abtötende Wirkung auf die Parasiten haben. Sie werden in Tropfenform auf die Haut zwischen den Schulterblättern gegeben.
  • oder mit neuartigen Substanzen, die über das Futter aufgenommen werden und das Tier vor Parasiten schützen.

Welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall am besten ist, sagt Ihnen Ihr Tierarzt. Er hat Medikamente auf Vorrat. Es ist empfehlenswert, nicht selber herumzudoktern, sondern einen Fachmann zu fragen.

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Flöhe

Flöhe sind 2 - 3 mm grosse, seitlich abgeplattete Insekten. Ein Flohweibchen legt nach der Begattung mehrere hundert Eier, und zwar ins Fell der Katze oder in Teppiche, Bodenritzen, Polstermöbel, Katzenkörbchen, etc. Aus jedem Ei schlüpft nach vier bis zwölf Tagen eine Larve, die sich von organischen Abfällen wie Schuppen, Bandwurmeiern u.a.m. ernährt oder von Flohkot, der sehr viel unverdautes Blut enthält. Aus den Larven entstehen nach ca. zehn Tagen Puppen. Die Puppenruhe dauert je nach Umweltbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) vier bis dreihundert Tage!

Aus der Puppe schlüpft wieder ein Floh, und der Kreislauf ist geschlossen. Eier, Larven und Puppen werden durch gewöhnliche Insektizide nicht abgetötet. Die Entwicklung der Larven kann durch neuartige Wirkstoffe in Sprayform gehemmt werden. Man erkennt einen Flohbefall an den Ausscheidungen der Flöhe, kleine schwarze "Krümchen", die wie dunkle Schuppen aussehen und sich im Fell der Katze befinden.

Beisst ein Floh zu, kommt es an der Einstichstelle zu einer lokalen Hautreaktion, welche immer mit Juckreiz einhergeht. Bei starkem Befall kann es schliesslich zu einem sogenannten Flohekzem führen. Katzen können durch den quälenden Juckreiz zur Aggressivität neigen. Ferner dienen Flöhe auch als Zwischenwirt für den Bandwurm. Die Belästigung durch Flöhe ist nicht unerheblich und macht eine konsequente Therapie erforderlich. Es gibt in Zoogeschäften Kontaktinsektizide, welche allerdings bei häufigem Gebrauch eine Resistenz der Flöhe auf die Mittel bewirken können. Besser sind die durch den Tierarzt kontrolliert abgegebene Medikamente. Gleichzeitig mit der Behandlung der Tiere muss eine effektive "Behandlung" der Wohnung erfolgen (Schlafplätze, Bodenritzen,...). Nach erfolgreicher Bekämpfung der Flöhe muss die Katze entwurmt werden. Man sollte ausserdem beachten, dass sowohl Flöhe, als auch Würmer den Organismus der Katze belasten und das Immunsystem schwächen.

Als Vorbeugung leistet ein Flohhalsband gute Dienste.

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Milben

Die im Bereich von Nasen- und Augengegend, Ohr oder äusserem Gehörgang in Haarwurzeln lebende Milbe steht verwandtschaftlich der Pferdemilbe sehr nahe. Sie wird für einige Hauterkrankungen bei der Katze verantwortlich gemacht. Eine Erkrankung, die im Volksmund als Stachelbeerkrankheit oder Herbstbeisse bekannt ist, tritt vorwiegend im Herbst auf. Hier ist ruft nur die Larve Krankheitserscheinungen hervor, nicht dagegen die Milbe selbst. Der Mensch kann vorübergehend durch Larven oder Jungmilben befallen werden.

Die im Gehörgang lebenden Milben rufen dort sehr starken Juckreiz hervor und bewirken im Laufe der Zeit die Absonderung eines schwarzen, typischen Sekrets. Die erkrankten Katzen schütteln häufig den Kopf. Oft reiben sie die Ohren auffällig und verursachen sich selbst durch intensives Kratzen eiternde Wunden. Der mit dieser Infektion verbundene Juckreiz kann auch nach sehr sorgfältiger Reinigung der Gehörgänge und der vollständigen Beseitigung der Milben noch einige Wochen anhalten. Dies ist auf eine allergische Reaktion der Haut auf ein Sekret der Milben zurückzuführen. Das von den erkrankten Tieren durch Kopfschütteln oder Kratzen in die Umgebung verstreute milbenhaltige, trockene Sekret kann infektionsfähige Milben oder deren Eier über viele Wochen enthalten. Für die Übertragung kommen sowohl der direkte körperliche Kontakt, die Berührung mit infizierten Sekreten oder Lagerstätten und die Verschleppung der Milben durch Flöhe in Frage.

Nach frischer Infektion sind die Milben mit einer Lupe in dem Gehörgang leicht zu erkennen. Oft sieht man deutlich ihre Fortbewegung auf der hellen Haut des Gehörganges. Später sind sie schwer zu erkennen, da der Gehörgang durch das schwarze Sekret verunreinigt ist.

Die Milben widerstehen oft für lange Zeit einer Therapie. Dies liegt daran, dass es schwierig ist, die Gehörgänge befallener Katzen gründlich zu reinigen und damit dem örtlich wirkenden Medikament den Zutritt zu den Milben zu verschaffen. Oft ist der Behandlungsabstand nicht kurz genug. Die tägliche Verabreichung eines Medikamenten-gemischs (Penochron oder Orisel) hat sich bewährt. Manche Katzen reagieren auf die Anwendung von Orisel kurzzeitig mit einer Reizung des Innenohres, wodurch Speicheln und Gleichgewichtsstörungen hervorgerufen werden können. Mitunter scheinen die Milben auch während der Behandlung aus den Gehörgängen zeitweise auszuwandern und an anderen Körperstellen in der Umgebung der Ohren und an der Schwanzspitze zu leben. Besonders dann, wenn die Katze beim Schlafen die Schwanzspitze in ihre Ohrmuschel hereinragen lässt, kann es ständig zu Reinfektionen kommen. Bei hartnäckigen Fällen sollte daher immer eine Ganzkörperbehandlung mit einem für Katzen verträglichen Antiparasitikum in Erwägung gezogen werden.

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Haarlinge

Der zu den Hexapoden gehörende, bis 1,3 mm lange, plumpige Katzenhaarling besitzt einen fünfeckigen Kopf, welcher vorne spitz ausläuft. Er ist von hellgelber Farbe. Seine Entwicklung vollzieht sich als unvollkommene Metamorphose, welche von der Eiablage bis zum geschlechtsreifen Parasiten drei bis fünf Wochen benötigt.

Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit befallenen Tieren. Die Haarlinge beunruhigen ihre Wirte durch ihr stetes Umherkriechen. Sie ernähren sich von Hautschuppen oder Sekreten und verursachen bei starkem Befall Haarausfall und Ekzeme an Kopf, Hals und Rücken. Der Nachweis geschieht durch die Feststellung der sichtbaren Lästlinge. Haarlinge können Zwischenwirte für den Hundebandwurm sein.

Ihre Bekämpfung ist mit allen für die Katze verträglichen Insektiziden möglich, wobei eine Nachbehandlung 10 - 12 Tage später notwendig ist, weil die meisten Präparate keine oder nur unzureichende Wirkung auf die Eier besitzen.

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Zecken

Was ist eine Zecke?

Die Zecke (Ixodidae) ist ein Spinnentier aus der Ordnung der Milben. Sie ist 2mm bis 1 cm gross, flachgedrückt und besitzt einen sehr dehnbaren Körper mit acht Beinen. Die Weibchen ernähren sich vom Blut von Säugetieren, Vögeln und Reptilien, auf deren Körperhaut sie sich festsaugen. Dabei schwellen die kleinsten Arten von kaum 2 mm auf die Grösse einer Kaffeebohne an. Das erste Unterkieferpaar ist zu einem perfekten Saugapparat umgebildet. Die Kieferfühler dienen dabei als Haft- und Stechorgane. Mit ihnen sticht die Zecke ihr Opfer. In der Schweiz weit verbreitet ist die gemeine Zecke (gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus), in Deutschland, Frankreich und Italien auch noch die Saumzecke (argas reflexus).

Wie kann man vorbeugen?

Ein Zeckenhalsband bietet einen zeitlich begrenzten Schutz. Auch können flüssige Zeckenschutzmittel angewendet werden.

Was tun bei einem Zeckenbiss?

Entfernen sie die Zecke möglichst schnell. Man sollte Zecken mit eine spitzen Pinzette möglichst im Halsbereich fassen und dabei nicht zerquetschen oder ausquetschen. Dann sollte man sie für etwa 60 sec. unter Zug halten. In der Regel lassen sie dann von selbst los. Sie geraten nämlich unter "Stress". Dies bewirkt, dass sie den Speichelzement, mit dem sie ihre Kiefer so erstaunlich fest im Wirt verankern können, blitzschnell auflösen und die Kiefer zurückziehen. So lassen sie sich recht leicht und meist vollständig herauslösen. Wenn man die Zecke am Rumpf quetscht - z. B. beim "Herausdrehen" - dann geraten vermehrt Borrelien (Leben im Darm der Zecken) in den Wirt.
Die Entfernung mit Hilfe von Öl (oder Salz) gilt als veraltet. Auf keinen Fall Zecke mit Nagellack bepinseln. Bleiben die Beine in der Haut haften, sollte man sie entfernen lassen.

Warum muss man eine Zecke entfernen?

Je länger eine infizierte Zecke an seinem Opfer saugen kann, desto eher wird es mit einer Krankheit angesteckt. Die Zecken selber machen zwar nicht Krank, sie sind aber gelegentlich mit Viren und Bakterien infiziert, welche dann Krankheiten auslösen können.

Welche Krankheiten können übertragen werden?

Es kommen insbesondere zwei Krankheiten in Betracht:

  1. Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME).
  2. Die Borreliose (Lyme-Krankheit).
  3. Neuerdings ist in der Schweiz auch mit der Verbreitung der Ehrlichiose zu rechnen!

Was ist die FSME und wie wirkt sie sich aus?

Die Frühsommermeningoenzephalitis ist eine von Zecken übertragene Hirnhaut- und Hirnentzündung, die vor allem im Frühsommer auftritt. Jede tausendste Zecke ist mit diesen Viren befallen. Ihre Verbreitung ist regional sehr unterschiedlich. Damit sich der Erreger in einer Gegend ausbreiten kann, ist eine Mindesttemperatur von durchschnittlich acht Grad erforderlich. Die Krankheit tritt beim Menschen selten auf, kann aber einen sehr schweren Verlauf nehmen. Gegen die Zeckenenzephalitis kann man sich impfen lassen. Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber sind die ersten Krankheitszeichen. Eine sofortige Behandlung durch den Arzt ist unumgänglich!

Was ist die Zecken-Borreliose und wie wirkt sie sich aus?

Die Zecken-Borreliose wird auch Lyme-Krankheit genannt, da in der amerikanischen Stadt Lyme, Connecticut, zum ersten Mal der Zusammenhang zwischen gehäuften Gelenksentzündungen und Zeckenstichen erwiesen wurde. Der Erreger, ein Bakterium, wurde nach seinem Entdecker Burgdorferi genannt.

Jede fünfte Zecke ist mit Borrelien befallen. Ihre Verbreitung ist praktisch weltweit, mit regionalen Schwerpunkten. Die Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit. Die Krankheit hat drei Stadien, die aber nicht immer alle durchlaufen werden:

  1. Die Wanderröte. Die Stichstelle rötet sich und bleibt mehrere Wochen sichtbar. Die Wanderröte wird nur bei der Hälfte der Erkrankungen festgestellt.
  2. Neurologische und Herz-Symptome, Augenmanifestationen oder Allgemein-beschwerden stellen sich ein.
  3. Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich treten Gelenkbeschwerden (eine Art von Arthritis) auf.

In ganz seltenen Fällen kann es zu einer chronischen Enzephalitis kommen.

Ist die Lyme-Borreliose behandelbar?

In jedem Stadium kann man die Kranken mit Antibiotika behandeln und heilen.

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Eingeweidewürmer

Eine frühzeitige Entwurmung der jungen Katzen wird bereits beim Züchter begonnen und sollte in regelmässigen Abständen fortgesetzt werden. Bei Katzen, die nach draussen dürfen, sollte eine Wurmkur viermal im Jahr im Abstand von 3 Monaten vorgenommen werden. Bei reinen Wohnungskatzen empfiehlt sich, mindestens zweimal im Jahr eine Wurmkur vorzunehmen, und zusätzlich regelmässige Kotuntersuchungen nach Wurmeiern durchführen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Entwurmungsprogramme. Voraussetzung: regelmässige Kot-Kontrolle. Bandwürmer werden hauptsächlich durch Flöhe übertragen.

Man bezeichnet die Lehre von den Eingeweidewürmern als Helminthologie und die Erkrankungen als Helminthosen. Gerade bei Jungtieren können die Würmer erhebliche Krankheitserscheinungen hervorrufen, da sie keine Immunabwehr dagegen besitzen. Es gibt aber auch ältere Katzen, die während ihres ganzen Lebens nie wurmfrei werden. Wenn Freigänger nachts im Bett schlafen, können die Würmer auf den Menschen übertragen werden. Auch bei Kleinkindern ist Vorsicht geboten. Deshalb sollte jede Katze regelmässig entwurmt werden.

Einige Wurmerkrankungen:

Grubenkopf- oder Fischfinnenbandwurm

Der Grubenkopf- oder Fischfinnenbandwurm zählt zu den längsten Bandwürmern überhaupt und ist an den 2 Sauggruben am Kopf zu erkennen. Der Wurm gibt ständig Eier ab, die allerdings sofort ins Wasser gelangen müssen. Dort entwickeln sich dann Larven, welche von einem Ruderfusskrebs aufgenommen werden müssen. Wird der infizierte Kleinkrebs von einem Fisch gefressen, dringt die Larve in die Muskulatur des Fisches ein und entwickelt sich dort weiter. Die Endwirte (Mensch, Katze, Hund) können sich durch den Verzehr des rohen oder ungenügend geräucherten Fisch infizieren.

Cyclophyllida

Dies ist der bei der Katze am häufigsten anzutreffende Bandwurm, da er sich ganz dem Wirtstier angepasst hat. Er kann sich aber auch in allen pflanzenfressenden Nutztieren entwickeln, welche die Eier aufgenommen haben. Nach der Infektion der Katze durch Finnen kommt es in 7 bis 10 Wochen zum Heranwachsen des bis zu 1 m langen Bandwurmes, der gelegentlich auch spontan ausgeschieden wird.

Taenia pisiformis

Dies ist eigentlich ein typischer Hundebandwurm, allerdings kann auch die Katze infiziert werden, wenn sie entsprechende Zwischenwirte aufnimmt (Hasen, Kaninchen, andere Nager).

Hydatigera taeniaeformis

Dies ist der typische Katzenbandwurm. In manchen Gegenden sind fast alle frei herumlaufenden Katzen infiziert. Ein Befall wird meist durch das Auffinden der mittelgrossen (6 - 8 x 3 - 4 mm), oft sehr beweglichen weissen Glieder im Kot festgestellt (Reiskörner). Der ausgewachsene Bandwurm hat eine Länge von 15 - 60 cm. Werden die weissen Glieder oder die im Kot befindlichen Eier von Nagetieren aufgenommen, so entwickelt sich in deren Leber eine Finne. Diese kann bereits im Zwischenwirt auf 30 cm heranwachsen und bandwurmähnlich aussehen. In der Katze bildet die Finne neue Glieder. Diese wachsen zwischen 5 - 11 Wochen. Danach werden sie ausgeschieden (7 - 34 Monate).

Echinococcus multilocularis

Dies ist der gefährlichste Bandwurm für den Menschen. Er bildet beim Menschen Zysten in der Leber, Niere und Lunge. Selten kommt es auch vor, dass er ins Gehirn eindringt.
Dieser Bandwurm zählt fünf Glieder und kommt vor allem bei Füchsen vor. In Süddeutschland wurden 1,4 % infizierte Katzen ermittelt. Er misst nur etwa 1,5 - 3,5 mm. Nur die reifen Endglieder können die doppelte Länge erreichen. Als Zwischenwirte kommen alle Nagetiere in Frage. Da dieser Bandwurm keine Glieder ausscheidet, und die Wurmeier sehr schwer zu identifizieren sind, lässt sich der Nachweis nur mit Hilfe einer Spezialuntersuchung des Kotes erbringen. Viele Tierärzte raten von einer Behandlung des infizierten Tieres ab; in endemischen Gebieten ist eine Therapie von Hunden und Katzen verboten.

Dipylidium canium

Ein Befall mit dem Hundebandwurm ist auch bei Katzen keine Seltenheit. Die Zestoden erreichen eine Länge von 50 cm. Die sehr beweglichen Glieder, welche ausgeschieden werden, sind 7 - 12 x 1,5 - 3 mm gross, können auch aktiv aus dem Anus herauskrabbeln und haben ein hellrosa - fleischfarbenes Aussehen. Auf dem Kot werden sie somit leicht erkannt. Die in gallertigen Paketen ausgeschiedenen Eier müssen von Flohlarven aufgenommen werden. In diesen bilden sich Zysten, welche die Reifung der Flohlarve zum Floh unbeschadet überstehen und nach 3 - 4 Wochen infektiös sind. Durch das Zerbeissen dieser infizierten Flöhe werden die Finnen frei und es kommt zur Besiedelung des Endwirtes, der dann nach 3 Wochen wieder neue Wurmeier ausscheidet. Bedeutsam ist die gelegentliche Empfänglichkeit des Menschen (Kinder!), in welchen dann der Bandwurm seine geschlechtsreife erreicht.

Katzenspulwurm (Toxocara mystax)

Der Katzenspulwurm gehört zu den Askaridosen. Er ist der häufigste Wurmparasit der Katze. Er wird 6 - 10 cm lang und lebt im Dünndarm. Sein Vorhandensein wird oft zuerst über spontan abgegangene oder erbrochene Würmer erkannt. Der Weg der Infektion ist sehr unterschiedlich, ihr wichtigster wohl aber über die Muttermilch. Deshalb wird jedes Jungtier als infiziert betrachtet. Nach der Aufnahme der Eier durch die Katze können 2 verschiedene Entwicklungswege beschritten werden.

  1. Gelegentlich gelingt es einigen Larven, bereits im Magen zu schlüpfen. Diese dringen dann direkt in die Magenwand ein und machen dort über die 2. und 3. Häutung ihre normale Weiterentwicklung durch. Anschliessend wandern sie in das Magenlumen zurück und siedeln sich mit der 4. Häutung im Dünndarm an.
  2. Meistens schlüpfen die Larven im Dünndarm und dringen durch die Darmwand in den grossen Blutkreislauf (venös) ein. Es kommt zu einer Verbreitung über den Blutweg in Leber, Herz und Lunge. Zur 4. Häutung kehren sie über die Luftröhre -> Rachenraum -> Magen zurück in den Darm um geschlechtsreif zu werden. Ein Teil der in die Lunge gelangten Larven bohrt sich in die arteriellen Gefässe und wird somit im Gesamtorganismus verteilt. Sie gelangen somit in die Körpermuskulatur und verkapseln sich dort. Während der Trächtigkeit werden sie aber aktiviert und führen somit zu einer Infektion der Welpen.

Eine weitere Möglichkeit einer Infektion ist die Aufnahme infizierter Wirte (Mäuse). Ohne weitere Körperwanderung bohren sich dann die larven in die Magenwand, durchleben dort zwei Häutungen und gelangen schliesslich in den Dünndarm. Die Entwicklung dauert zwei Monate.
Der Katzenspulwurm kann auch Menschen befallen, macht aber nicht so schwerwiegende Krankheisbilder wie der Hundespulwurm.
Die Therapie ist nicht schwer, die Würmer lassen sich gut bekämpfen. Allerdings sollte die Katze regelmässig entwurmt werden. Schon wegen der Ansteckungsgefahr des Menschen.

Magenwurm (Ollulanus tricuspis)

Der Magenwurm der Katze gehört zu den Trichostrongylosen. Er hat eine von der Norm abweichende Entwicklung, ist sehr klein (Weibchen: 0,8 - 1 mm; Männchen: 0,6 - 0,8 mm) und alle Untersuchungshilfen versagen völlig beim lebendigen Tier. Mit blossem Auge fällt er auch beim toten Tier nicht auf. Das Weibchen besitzt ein typisches fünfzackiges Hinterende. In ihrer Gebärmutter befinden sich sowohl befruchtete Eier als auch embryonierte Eier wie auch Larven. Die Larven werden erst nach der dritten Häutung in den Magen des Wirtes abgegeben. Sie sind also lebendgebärend. Nach fünf Wochen werden sie geschlechtsreif. Nachweisen kann man die würmer erst nach dem Tod des Wirtstieres in der Magenschleimhaut oder durch Untersuchung von Verdauung, welche durch künstliches Erbrechen provoziert wurde. Diese Magenwürmer werden nicht nur bei der Katze, sondern auch beim Hund, Schwein, Wildkatze, Fuchs, Gepard, Löwe oder Tieger gefunden. Die Infektion anderer Säugetiere geschieht durch die Aufnahme von erbrochenem, parasitenhaltigen Material. Eine schwache Infektion kann sich ohne Wirtswechsel innerhalb von zwei Monaten verzehnfachen. Bei der Katze führt die Infektion zu einer Magenschleimhautentzündung und damit bei langem Verlauf zu einer Verkalkung der Magenschleimhaut. In einigen schweren Fällen führt sie sogar zum Tod des Tieres. Bedauerlicherweise ist es sehr schwer, diesen Wurm ausreichend zu bekämpfen.

Hakenwurm (Ancylostoma tubaeforme)

Der Hakenwurm der Katze gehört zu den Ancylostomatosen. Er ist für diese Wirtsart spezifisch und tritt insbesondere bei Jungtieren auf. Die Infektion erfolgt entweder durch das aktive Eindringen der Wurmlarve durch die Haut oder durch infizierte Beutetiere. In Mäusen zum Beispiel können sich die Larven anreichern und ohne Weiterentwicklung monatelang infektiös sein. Schon drei Wochen nach der Infektion der Katze scheidet sie dann mit dem Kot wieder Hakenwurmeier aus. Zu dem Erscheinungsbild bei Jungtieren gehören: blutige Durchfälle, Anämie, Abmagerung und struppiges Haarkleid.

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Welche Diätnahrung für meine Katze ?

Was versteht man unter Diät?

Diät - das ist mehr als eine Abmagerungskur. Diät ist eine spezielle Form der Ernährung, eine bestimmte Zusammenstellung der täglichen Kost, die verschieden ist von jener gesunder Tiere. Nämlich - exakt abgestimmt auf die Bedürfnisse Erkrankter.

Gezielt vom Tierarzt verschrieben ist eine Diät ein wichtiger Teil der Therapie. Denn kranke Tiere benötigen eine andere Nahrung als gesunde.

Dass die Ernährung in einer engen Wechselbeziehung zur Gesundheit bzw. Krankheit steht, gehört bereits zu den ältesten Erkenntnissen der Medizin. Heute ist allgemein bekannt, dass über die Nahrung auch Krankheiten positiv beeinflusst werden können.

Denn Erkrankungen verursachen oft Stoffwechselstörungen, die - bleiben sie ernährungsmässig unberücksichtigt - nachhaltige Wirkungen auf den Krankheitsverlauf haben können. Diätfuttermittel sind daher speziell auf die vorhandenen oder zu erwartenden Stoffwechselsituationen optimal eingestellt. Eine Diät unterstützt oder beschleunigt den Heilungsverlauf, beseitigt oder schwächt Beschwerden bei chronischen Erkrankungen ab und kann sogar - bei entsprechend disponierten Tieren - eine Wiederkehr bestimmter Krankheiten verhindern.

Kranke Tiere brauchen eine spezielle Ernährung

Grundlage diätischer Massnahmen sind wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Ernährung gesunder Tiere. Die Diätvorschriften weichen dann in der Regel von der "normalen" Fütterung ab: Die Zufuhr bestimmter Nährstoffe wird erhöht oder verringert, krankheitsbedingten Mängeln oder Überempfindlichkeiten wird gezielt begegnet.

Das Wort "Diät" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet gesunde Ernährungs- und Lebensweise oder Schonkost. Unter dem Begriff "Diätetik" versteht man die Lehre von der Ernährung Kranker. Fütterungsmassnahmen verdienen nur dann die Bezeichnung "Diätetik", wenn sie gezielt der Beseitigung, Abschwächung oder Vorbeugung eines abnormalen oder krankhaften Körperzustandes dienen. Diätfuttermittel kommen vor allem zum Einsatz bei:

  • Nierenerkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • vor und nach Operationen
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes
  • mutterloser Aufzucht
  • Erkrankungen der ableitenden Harnwege
  • Übergewicht
  • sowie bei älteren Katzen

Diätfutter muss besonders gut schmecken

Wer es bereits selbst versucht hat, kennt die Problematik. Selbstbereitete Krankenkost schmeckt nicht! Einen menschlichen Patienten kann man durch vernünftiges Zureden zum Essen bewegen, beim Tier fruchtet das nicht. Schmackhafte Krankenkost zuzubereiten ist ein Kunststück. Tierbesitzer und Tierärzte kennen das Problem: Kranke Tiere fressen zumeist sehr ungern, und es ist besonders schwierig, sie zur Nahrungsaufnahme zu ermuntern. Diese Appetitlosigkeit ist aber besonders dramatisch. Durch die Fressunlust werden krankheitsbedingte Stoffwechselfunktionen verstärkt. Diätfuttermittel müssen daher zweierlei Anforderungen erfüllen. Sie müssen den veränderten Bedarf an Nährstoffen sicherstellen und besonders schmackhaft sein. Denn das beste und gesündeste Futtermittel nutzt nichts, wenn es das Tier nicht frisst. Daher ist es besonders wichtig, bei der Herstellung von Diätfuttermitteln nicht nur den therapeutischen Zwecken gerecht zu werden, sondern auch eine hohe Akzeptanz (= Aufnahmebereitschaft durch das Tier) zu gewährleisten.

Diätfutter - nur vom Tierarzt?

Entsprechend dem hohen therapeutischen Wert dieser Diätfuttermittel werden diese nur vom Tierarzt abgegeben. Dabei wird der Tierbesitzer auch auf die Besonderheiten der Diät, die Behandlungsdauer sowie weitere therapieunterstützende Massnahmen hingewiesen. Diätkuren sind nur dann sinnvoll, wenn sie auf einer fachlich abgesicherten Diagnose beruhen und laufend exakt überwacht werden. Wie so oft hängt der Erfolg einer Behandlung - auch bei einer Diät - von der Kooperation des Tierbesitzers mit dem Tierarzt ab. Ohne Ausdauer und Konsequenz ist jegliche Massnahme zum Scheitern verurteilt.

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Sicherheit im Haushalt

Unfallgefahren lauern nicht nur draussen, sondern auch im Haushalt. Hier liegt es jedoch an Ihnen, die Wohnung in ein möglichst sicheres Zuhause für Ihre Katze zu verwandeln. Häufigste Unfallursache ist das Kippfenster. Die Katze versucht durch den Spalt zu klettern, rutscht dabei jedoch am glatten Rahmen ab. Durch ihr eigenes Gewicht gelangt sie immer tiefer in die Enge und kann sich nicht mehr befreien. Doch keine Angst, so weit muss es ja nicht kommen, statten Sie Ihre Fenster mit Sicherungseinsätzen aus. Einen katzensicheren Balkon schafft man durch einfache Gitter oder Spezialnetze. So verhindert man, dass die Katze abstürzt oder wegläuft. Rankgewächse verschönern diese Vorsichtsmassnahme. Die übrigen, allseits bekannten Gefahren im Haushalt, wie z.B. Bügeleisen, Herdplatten, Wasch- und Spülmaschine, Haushaltsreiniger, giftige Pflanzen und Medikamente, können Sie durch Vorsicht und Bedacht fast vollständig ausschliessen.

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Vergiftungen

Es gibt eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, welche für Katzen schädlich sein können. Aufgrund der besonderen Lebensgewohnheiten der Katze ist die Gefahr einer Vergiftung, im Gegensatz zu Hunden und Pflanzenfressern, nicht sehr gross. Die Katze lebt nach ganz bestimmten Gewohnheiten und zieht eine einseitige Ernährung einer abwechslungsreichen vor. Ausserdem ist die Art Nahrung, welche eine Katze überhaupt zu sich nimmt, verhältnismässig beschränkt. Daraus folgt, dass Köder mit Nagetiergiften, verdorbenes Futter, Abfälle oder andere Giftstoffe weniger von Katzen als von anderen Tierarten beachtet werden. Da die meisten Katzen ihr Futter gut durchkauen, haben sie die Möglichkeit, es abzuschmecken und, falls es ihnen widerwärtig erscheint, das Futter abzulehnen. Gefährlich ist jedoch das Jagen und Fressen von vergifteten Nagetieren oder die Aufnahme von Kontaktgiften bei der gründlichen Beleckung ihres Fells. Eine weitere Gefahrenquelle ist das Benagen von giftigen Zimmerpflanzen aus Neugierde oder mangels Katzengras. Vorsicht ist bei der Lagerung von Insektenschutzmitteln, Nagetiergiften, Frostschutzmitteln, usw. geboten. Neugierige Katzen untersuchen die Packungen oft sehr gründlich! Dass Katzen eine erhöhte Empfindlichkeit für viele Drogen haben, beruht zum Teil auf der niedrigen Leberstoffwechselrate.

Katzen können wie andere Lebewesen über den Magen-Darm-Trakt, über die Haut und über die Atemwege vergiftet werden. Die beiden erstgenannten treten in der Praxis öfter auf. Bei einer Vergiftung treten vorwiegend folgende Symptome auf: Erbrechen, Durchfall (oft mit Blut vermischt), Magersucht, Schmerzen im unteren Bauchbereich, Atem- und Kreislaufstörungen, Blausucht (Zunge, Zahnfleisch), Schock, Zusammenbruch, plötzlicher Verlust des Bewusstseins, Krampfanfälle. Meist treten mehrere der oben genannten Symptome gleichzeitig auf.

Einige Beispiele von Giftstoffen (Reihenfolge in der Häufigkeit des Auftretens):

Strychnin

Im Handel: stark eingeschränkt, jedoch von professionellen Betrieben häufig verwendet.
Anwendungsbereich: Rattengift.
Aufnahme im Körper: rasch durch den Darm.
Tödliche Dosis: 2,0 mg/kg.
Wirkungsbeginn: wenige Minuten bis Stunden.
Erste Symptome: Luftstrom und Händeklatschen lösen Krämpfe aus.
Wirkungsweise: Stimuliert das Nervensystem. Die gesamte Muskulatur ist verkrampft. Charakteristisch sind Streckstarre, Augäpfel sind starr fixiert, Pupillen sind maximal erweitert.
Todesursache: Komplette Lähmung, auch der Atmung.
Manifestation: Mageninhalt, Urin und Leber auf Strychnin untersuchen.
Prognose: günstig.
Therapie: Magenspülung, grosse Mengen Flüssigkeit durch Infusion, Wärmezufuhr, Geräuschvermeidung, evtl. künstlich beatmen.

Warfarin und andere Antikoagulantien, z.B. Cumarinderivate

Im Handel: frei verkäuflich. Sehr gebräuchlich.
Anwendungsbereich: Rattengift.
Aufnahme im Körper: rasch.
Tödliche Dosis: 5,0 mg/kg.
Wirkungsbeginn: erst, wenn eine Therapie nicht mehr möglich ist.
Erste Symptome: keine.
Wirkungsweise: Verhindert die Blutgerinnung, verursacht generalisierte Mikroblutungen, Gefässkollaps, Atmung erschwert, Puls schwach, blasse bis bläulich verfärbte Schleimhäute.
Todesursache: Inneres Verbluten.
Manifestation: Blut in Körperhöhlen, im Kot, im Urin.
Prognose: schlecht bis keine.
Therapie: Vitamin K innerhalb der Latentzeit.

Metaldehyd

Im Handel: frei verkäuflich.
Anwendungsbereich: Schneckenvertilgungsmittel.
Aufnahme im Körper: rasch.
Tödliche Dosis: 0,5 - 1,0 mg/kg.
Wirkungsbeginn: innerhalb Stunden.
Erste Symptome: Augenzittern, Speicheln.
Wirkungsweise: Koordinationsstörungen, Muskelzittern, Unruhe, starker Speichelfluss, Augenkrämpfe.
Todesursache: Atemstillstand.
Manifestation: Augenzittern, Muskelzittern, keine Körperkontrolle.
Prognose: kaum.
Therapie: Magenspülung, Sedierung, Natriumlaktat.

Natriumfluoracetat und Fluoracetat

Anwendungsbereich: Rattengift.
Aufnahme im Körper: sehr rasch, meist durch Beutetiere.
Tödliche Dosis: 0,3 - 0,5 mg/kg.
Wirkungsbeginn: mehrere Stunden.
Erste Symptome: Krämpfe, Unruhe, Kot und Urin werden abgesetzt.
Wirkungsweise: Stört den Zitronensäurezyklus. Erhöhung des Ammoniumspiegels.
Todesursache: Herzflimmern.
Manifestation: unspezifischer Sektionsbefund.
Prognose: keine.
Therapie: Sinnlos.

Thallium

Im Handel: eingeschränkt.
Anwendungsbereich: Rattengift.
Aufnahme im Körper: langsam durch Beutetiere.
Tödliche Dosis: 10,0 mg/kg.
Wirkungsbeginn: 1 - 4 Tage nach Aufnahme.
Erste Symptome: Erbrechen, Durst, fortschreitende Schwäche, Lethargie.
Wirkungsweise: Akute und chronische Verlaufsform. Akute Form: Abmagerung, röcheln, Atemnot. Chronische Form: Hautveränderung (trocknen, gerötet, haarlos, krustig) vorzugsweise am Kopf. Augenausfluss.
Todesursache: allgemeiner Gewebsuntergang, Herzversagen.
Manifestation: Hirnwasser, verfaulte Herz- und Skelettmuskeln, Nervenentzündung, Nierentumore.
Prognose: günstig.
Therapie: Bis 48 Stunden nach Einnahme des Giftes: Brechmittel, Magenspülung. Später: Preussisch Blau und symptomatisch.

Äthylenglykol

Im Handel: frei verkäuflich.
Anwendungsbereich: Frostschutzmittel, Photolabor.
Tödliche Dosis: 1,5 ml/kg gefährlich, 8 ml/kg absolut tödlich.
Wirkungsbeginn: 30 - 60 Minuten nach Aufnahme.
Erste Symptome: Angstzustände, Gleichgewichtsstörung, Erbrechen.
Wirkungsweise: Umwandlung im Körper in verschiedene Säuren, verbindet sich mit Kalzium, lagert sich in den Nieren ab.
Todesursache: Herzversagen, Lungenwasser, Harnverhaltung, Nervenschäden.
Manifestation: Nierenversagen, Lähmungen, Koma, Harnverhaltung, Blutharnstoff.
Prognose: erfolgsversprechend innerhalb von 6 - 24 Stunden nach Aufnahme des Giftes.
Therapie: Äthanol- und Natriumbikarbonat- Injektionen, Elektrolytlösungen.

Starke Säuren und Laugen

Im Handel: zum Teil frei verkäuflich.
Anwendungsbereich: Reinigungsmittel, Fettlöser.
Aufnahmeweg: Hautkontakt, orale Aufnahme.
Tödliche Dosis: unterschiedlich, je nach Mittel.
Wirkungsbeginn: langsam.
Erste Symptome: Hautverätzungen, Koliken, Übelkeit, Erbrechen.
Wirkungsweise: Äusserst schmerzhafte kahle Hautstellen bis zu Hautgewebszerfall. Rachenraumverätzung, Entzündungen des Nahrungsweges.
Todesursache: Übersäuerung des Körpers, Verhungern.
Manifestation: Sichtbefund (Verätzungen).
Prognose: günstig.
Therapie: Erbrechen auslösen. Magenspülung, Flüssigkeitszufuhr durch Infusion.

Rechtslage bei Vergiftung von Haustieren oder Kindern

Jeder Mensch hat das Recht, auf seinem Grundstück auszustreuen oder hinzulegen, was er will. Auch wenn dieses Grundstück frei zugänglich ist. Somit können auch frei verkäufliche Gifte ausgestreut werden, ohne jegliche Warnung durch Kennzeichnung. Sollte es zu eine Vergiftung von Haustieren oder Kindern kommen:
Bei Kindern kann man auf Körperverletzung mit Todesfolge klagen. Man wird aber wenig erfolg haben, denn fremde Kinder haben auf dem Eigentum Anderer nichts zu suchen. Somit dreht sich der Spiess um, Eltern haften für ihre Kinder beim Betreten fremder Grundstücke.
Bei Haustieren sieht die Lage noch schlechter aus. Tiere gelten nach dem Gesetz als Sache. Man könnte auf "Sachbeschädigung" klagen. Hat aber noch weniger Aussicht auf Erfolg, denn man darf seine eigenen Sachen nicht auf fremden Grundstücken belassen.
Wegen Arbeitsüberlastung der Justiz und der Polizei werden solche "Bagatellanzeigen" entweder gar nicht aufgenommen, wegen Geringfügigkeit eingestellt oder wegen mangelnder Beweise niedergeschlagen.
Nicht jeder Nachbar freut sich, wenn entweder wildlebende Katzen oder Freigänger sein Grundstück oder seinen Garten betreten. Oft greifen diese Menschen zur Selbsthilfe und streuen Gift.

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Giftige Pflanzen

Nicht alle Pflanzen sind gut für Katzen. Efeu, Tulpen, Yucca-Palmen, Maiglöckchen, Christrosen enthalten Gifte, die zu Übelkeit und Erbrechen führen. Die Beeren von Mistel und Stechpalme können Kollaps auslösen. Diffenbachia und Philodendron reizen die Mundschleimhaut. Alpenveilchen, Osterglocken, Märzenbecher, Schneeglöckchen und Oleander sind hochgiftig, können sogar tödlich sein. Bei Verdacht auf eine Vergiftung so schnell wie möglich zum Tierarzt.

Besonders bei Wohnungskatzen besteht die Gefahr, dass sie Zimmerpflanzen anknabbern, weil sie im Gegensatz zu frei lebenden Katzen kein Gras fressen können. Dieses brauchen sie bekanntlicherweise, um ihre verschluckten Haare wieder auszuwürgen. Deshalb sollte jede Wohnungskatze eine Schale mit Katzengras bekommen. Dann wird auch das Anknabbern von Zimmerpflanzen aufhören.

 

Katzen und ihr Bedürfnis nach Sauberkeit

Von klein auf reinlich

Der Putzinstinkt ist kleinen Katzen angeboren, aber sie gehen trotzdem in ihren ersten Lebenswochen durch die strenge Putzschule der Katzenmutter. Und bereits nach sechs Wochen sorgen die süssen Kleinen selbst für beste Sauberkeit und Fellpflege. Übrigens: Mit welcher Raffinesse und Sorgfalt Katzen sich säubern, kann für einen aufmerksamen Beobachter schon ein vergnügliches Erlebnis sein.

Fellpflege muss sein

Damit das dichte Fell so richtig durchgebürstet wird, nimmt die Katze ihre Pfoten zur Hilfe, wenn sie mit der Zunge nicht heranreicht. Dabei funktionieren die kleinen Vordertatzen wie echte Bürsten.

3 1/2 Stunden täglich

Auf ihre ausgiebige Körperpflege verwendet die Katze jeden Tag über 3 1/2 Stunden. Denn diese Hygiene ist ihr sehr wichtig: Die raue Zunge regt nämlich die Sekretion der Talgdrüsen an, so dass ihr Fell imprägniert und vor Wasser geschützt wird. Wenn Katzen sich putzen, sieht das also nicht nur im wahrsten Sinne putzig aus, es ist auch recht praktisch und überaus hygienisch.

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Die Rolle der Menschen bei der Katzenwäsche

Generell pflegt sich die Katze ganz allein. Aber sie lässt sich gern ab und zu ein wenig helfen. Mit Staubkamm und Bürste kann der Mensch ihr bei der Fellpflege assistieren. Langhaarkatzen sollten täglich gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt, die feine Unterwolle keine Kletten bildet und sie beim Putzen nicht zu viele Haare verschluckt. Im übrigen geniessen es Katzen sehr, gebürstet zu werden.

Extrapflege für Ohren und Augen

Katzenaugen und -ohren sind empfindlich. Vertrauen Sie daher bei den Ohren auf Ihren Tierarzt. Der "Schlaf" in den Augen sollte ab und zu mit einem feuchten Tuch aus den Augenwinkeln gewischt werden.

Katzentoilette

Achten Sie darauf, dass die Katzentoilette immer ausreichend mit Streu angefüllt ist. Die Geschäftchen sollten möglichst direkt beseitigt und die gesamte Streu einmal wöchentlich erneuert werden. Hierbei empfiehlt sich, die Schale mit reichlich Wasser und ein wenig Geschirrspülmittel auszuwaschen. Da Katzen sich in der Natur normalerweise ein stilles Örtchen suchen, bevorzugen Sie auch in der Wohnung eine Stelle, an der sie ungestört und diskret ihre Toilette benutzen können. Möglichst weit entfernt von dem Futter- und dem Wassernapf.

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Näpfe und Schlafplatz

Bei den Näpfen achten Katzen streng auf Sauberkeit. Wenn eine Katze meint, dass diese nicht reinlich genug sind, kann sie unter Umständen sogar die Nahrungsaufnahme verweigern. Also, tun Sie ihr den Gefallen, und spülen Sie die Näpfe regelmässig mit klarem Wasser aus. Für den Schlafplatz, den sie sich in der Regel selbst aussucht, gibt es eigentlich keine grossen Besonderheiten zu beachten. Ein zugfreies, ruhiges, warmes Plätzchen genügt ihr. Es reicht aus, wenn Sie die Kissen ab und zu ausschütteln und gelegentlich auch waschen.

Ein guter Name

Was ist eigentlich ein guter Name für eine Katze? Ein vornehmer Name hört sich vielleicht edel an, eignet sich aber oft nicht als Rufname. Katzen hören am besten auf zweisilbige Namen, die mit dem Vokal "i" enden. Deshalb kommt die Eigenart der Menschen, aus fast jedem Namen einen Kosenamen zu machen, der Katze sehr entgegen. Da wird aus einem "Rockefeller" schnell ein "Rocki". Denken Sie auch daran, dass Sie diesen Namen vielleicht auch mal ärgerlich sagen werden.

Ein sehr schönes Zitat zu dem Thema Katzennamen stammt von T.S. Eliot, dem englischen Literatur-Nobelpreisträger von 1948. Er meint, jede Katze sollte drei Namen tragen: den geläufigen Alltagsnamen, den würdevollen offiziellen und einen dritten - "Ihn kennt nur die Katze und gibt ihn nicht preis. Da nutzt kein Scharfsinn, da hilft kein Bitten. Sie bleibt die einzige, die ihn weiss..."

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Das Geheimnis der Katzennamen

Zweisilbig sollten sie sein – und möglichst viele Vokale enthalten: die Namen, auf die Katzen hören.

Eine Aufgabe muss jeder frischgebackene Katzenbesitzer lösen: Wie finde ich einen Namen, der mir und meiner Katze gefällt — und auf den sie hört? Bei der Suche nach einem geeigneten Namen kommen viele auf originelle und sehr kreative Lösungen: "Ophelia" heisst da manche stolze Samtpfote oder "Schopenhauer". Andere werden auf die niedlichen Namen "Rosinchen" und "Krallinka" getauft. — Mit ziemlicher Sicherheit allerdings wird man diese Kätzchen nur selten mit ihrem vollen Namen rufen, sondern eher mit "Ophi", "Schops", "Rosi" und "Kralli".

Warum? Ob bewusst oder unbewusst: Fast alle Katzenbesitzer rufen ihre Katzen mit zweisilbigen Namen, die einen hellen Vokal enthalten. Verhaltensforscher sind der Ansicht, dass sich diese Namen der Katze besser einprägen und für sie auch aus weiter Entfernung gut zu verstehen sind. Ausserdem heben sich zweisilbige Namen besser ab von einsilbigen Zurufen wie "Nein" oder "Komm!".

Wenn Sie diese einfache Regel beherzigen, werden Sie sicher einen schönen Namen finden, auf den Ihre Katze auch hört. Ein Tip: Sagen Sie den zukünftigen Namen für Ihre Katze einmal laut — oder rufen Sie ihn sogar. So können Sie gut selbst hören, wie einprägsam er klingt. Denn wenn er zwar wunderschön ist, Ihnen aber nur schwer über die Lippen geht, wird er auch für Ihre Katze schlecht zu verstehen sein.

Ist der Name schliesslich gefunden, müssen Sie ihn nur noch Ihrer Katze beibringen. Das ist viel leichter, als Sie vielleicht glauben. Sprechen Sie das Kätzchen einfach so oft wie möglich mit seinem neuen Namen an. Nach einer gewissen Zeit wird es darauf hören, besonders wenn es den Namen mit angenehmen Erlebnissen verbindet. Beim Streicheln, Schmusen und Spielen prägt sich der Name besonders gut ein. Am besten lernt Ihre Katze allerdings, wie sie heisst, wenn sie zu den Mahlzeiten immer mit ihrem Namen gerufen wird. Automatisch wir sie dann die Laute, die ihren Namen bedeuten, mit Genuss verbinden und gerne kommen, wenn Sie sie rufen.

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Geeignete Rufnamen

Charly Fleurie Lucky Muschi Mimmi Shiva Tricky
Cherry Gipsy Marty Mohrle Nicki Sissi Trixie
Corky Jerry Minka Mieze Pinky Smarty Ulli
Eddi Jimmy Minki Miezi Pussi Sunny Weeny
Foxi Kiki Minou Maxi Rocky Tapsy Woody
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Katz und Maus

Eine Mieze auf der Jagd nach dem Mauszeiger. Das Miniprogramm funktioniert nur auf dem Desktop, nicht jedoch innerhalb der Anwendungsprogramme. Einfach die Datei "Catmouse.exe" entpacken und in den Autostart-Ordner kopieren.

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Felix

Felix begleitet Dich auf den Windows-Programm-Fenstern. Mit der Maus kannst Du ihn am Nacken greifen und von einem Fenster auf ein anderes heben. Ein weiterer Mausklick lässt Felix wieder los. Einfach die Datei "Felix.exe" entpacken und in den Autostart-Ordner kopieren.

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